Freitag, 30. September 2011


Besser hätte der Empfang in Bayern kaum sein können. Die freundliche Verkäuferin am Fleischstand vom REAL Supermarkt in Rosenheim konnte uns keine Weißwürste warm machen. Der Grund: Arbeitsschutz. Eine Kollegin hatte sich schon mal beide Arme verbrannt. Befehl von ganz oben. Leider war die Chefin vom Fleischstand gerade persönlich anwesend. Sonst hätte uns die freundliche Verkäuferin natürlich die Weißwürste mittels Mikrowelle warm gemacht. Vielleicht hatte aber die Anweisung von ganz oben doch ihre Berechtigung ...

Wenn du aus einen Land (Bulgarien) kommst, wo Nicken Nein und Kopf schütteln Ja bedeuten, kann dich, selbst wenn du nur zwei Wochen dort warst, nichts mehr wirklich erschüttern ...

10 countries, 6,663 kilometers, and a final 31-hour trek from Ohrid, Macedonia to Berlin (with a 4 hour nap at a gas station in Slovenia).

It's not the photos, it's not the souvenirs, it's not even the taste memories that made this a great trip. It was seeing a part of the world I didn't know before, and coming back with my eyes open a little wider.

Donnerstag, 29. September 2011


Es gäbe viel zu sagen über Ohrid in F.Y.R.O.M. oder besser: Former Yugoslav Republic Of Macedonia (Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien): Wiege des Altkirchenslawischen, Hauptstadt des Bulgarischen Reiches (Foto unten) unter Samuil (wenngleich nur 17 Jahre) oder architektonische Highlights wie die Sophienkirche und die Kirche des Heiligen Johannes von Kaneo (Foto oben).

Ohrid ist aber nicht nur Kulturerbe sondern zugleich auch Naturerbe der UNESCO. Eine Ehre, die weltweit nur achtundzwanzig Orten zuteil wird. Und so hast du sicherlich Verständnis dafür, daß wir unsere Zeit hier lieber in Ruhe auf unserem Balkon mit Blick auf den Ohridsee und rüber nach Albanien verbringen und du alles, genauso wie wir auch, im Internet nachlesen musst.

If Macedonia is a treasure chest of hills and forests and waterfalls (which it is), Ohrid is its most beautiful pearl. The city and its namesake lake are one of only 28 UNESCO World Heritage sites to be distinguished for cultural and natural reasons.

Also known as the Slavic Jerusalem, Ohrid once claimed 365 churches, including the otherworldly St. John at Kaneo (photo above). Yes, it's a tourist center, and, yes, Ohrid has been conquered by everyone from the Romans and the Byzantines to the Bulgarians (the photo below is a fortress built by Bulgarian King Samuil) and the Ottomans. Still, there's a sacred energy that runs through the place, a serenity that makes it easy to understand why Ohrid has been a focal point for scholarship and spiritual contemplation for over a thousand years.

Mittwoch, 28. September 2011


On the road in northern Greece, en route to Macedonia, is Pella, the birthplace of Alexander the Great. You'd never guess that over two thousand years ago, Pella was a port city, the capital of the Macedonian empire that once stood on the shores of the Thermaic Gulf.

Thanks to the Romans and to an earthquake in the first century BC, the place is a pile of ruins that's now 23 kilometers from the coast (over time, river silt poured into the Thermaic Gulf and pushed the city inland). Modern-day Pella stands next to the ancient city. There are almost no signs that attest to its former glory. And unless you read the Pella Museum (photo below) brochure, you would never know that Alexander the Great was born here.

Einige Male bin ich schon an Pella vorbei gefahren, immer habe ich angehalten, aber nie zuvor den Eintritt bezahlt. Wie ich befürchtete gaben die Ausgrabungen nicht viel her. Es ist immer dasselbe, egal ob Troja in der heutigen Türkei oder eben Pella unweit von Thessaloniki. Beide sollen einst am Meer gelegen haben. Aber stell dir das mal vor, wenn du schon mit dem wenigen, was zu sehen ist, nichts anzufangen weist (Foto oben). Andererseits: Wenn du etwas zu sehen bekommst, ist das in der Regel sowieso nicht mehr Original. Eine Lösung scheint ein schönes neues Besucherzentrum (Foto unten) wie in Pella zu sein. Übrigens: Ganz nebenbei erfährt man sogar, daß Alexander der Große nicht nur sein Weltreich von hier aus regiert hat sondern sogar in Pella geboren ist. Also wenn das nichts ist, dann weiß ich auch nicht ...

Dienstag, 27. September 2011


The gas gauge was close to empty when we crossed the Turkish border into Greece. When we stopped at Aegean Gas to fill up, we met a young Greek couple who told us the station was closed. Closed?

'It's Sunday,' the woman said, 'Everyone's at home eating goat.'

She was right: the next four gas stations we passed were deserted. But just when we started to think we were going to run out of gas in Alexandroupolis, we found a self-service station with no attendant. The 5-step directions for working the pump were in Greek. Only in Greek. TaxiBerlin, ever the intrepid traveler, put 50 Euros in the machine and couldn't get any gas to come out.

Solution? To camp out (literally) down the street at the Alexandroupolis Municipal Camp Ground (which happens to be on the Aegean Sea), wait until morning and hope someone would be at the gas station on Monday to give us our 50 Euros of gas.

Come Monday, there was a nice man at the station who gave us our gas without a fuss. Greece may be in the middle of a major economic meltdown, but this guy seemed to be in a good mood. Maybe his Sunday goat had something to do with it.

Wer nicht weiß, was eine Depression ist, der soll nach Griechenland fahren. Leere Autobahnen, ausgestorbene Ortschaften, geschlossene Läden (inclusive Tankstellen!). Sogar bei der Polizei scheinen alle den Dienst quittiert zu haben. Aber Vorsicht: Es gibt sie noch - Die Griechische Polizei. Sie tritt allerdings nur in größeren Gruppen auf.

Aber das betraf uns nicht (Das hätte noch gefehlt!). Wir hatten ein ganz anderes Problem. Wir brauchten Sprit. Endlich hatten wir eine Tanke gefunden, wo man zumindest mittels Geldautomat selbst tanken konnte, wenn man nur die Frage nach der Zapfsäulennummer verstanden hätte.

So bekamen wir nur einen Einzahlungsbeleg aber kein Benzin. Das bekamen wir erst am nächsten Tag. Bis dahin blieb uns nur der Zeltplatz. Self Service - versteht sich! Ein eingeschalteter Kühlschrank ließ letzte Hoffnung aufkommen. Noch ist Griechenland nicht verloren, solange es nur das richtige Bier gibt: FIX HELLAS!

Montag, 26. September 2011


To figure out a city as grand, as huge, as layered, as crazy, and as beautiful as Istanbul in a few days is impossible. I knew it before I got there, but I can't help trying to translate the reasons it's such a spectacular city as I get ready to say goodbye.

Is it the Bosphorus? The hills? The Roman-Byzantine-Ottoman architecture? The fact that the place straddles two continents? The tension between fundamentalism and modernism (if women's outfits are a fair assessment of the situation)? The calls to prayer that pull your heart to the sky (whatever your faith)? The fish market? The spice bazaar? The shisha bars (especially Türk Ocagi Cay Bahcesi, at Cemberlitas Divanyolu Cad. No 82 in Eminonu)? Maybe it's none of these things. Maybe it's all of them.

Weinausschank ab 19:30Uhr, aber nur wenn keine Polizei. Flaschenbier gar nicht. Dafür Wasserpfeife und Tee ohne Ende. Von Kaffee ist abzuraten. Der letzte Espresso entpuppt sich gar als NESCAFE. Reklamation Fehlanzeige. Begründung: Das ist türkischer Espresso!

Das letzte Glas Bier auf der Terrasse, auf der ich früher für den Preis des Bieres von heute übernachten konnte. Auf der Straße davor ergießen sich immer neue Busladungen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Vermutlich dieselben, die gestern noch in Berlin waren.

Als SPIEGEL-Autor würde ich jetzt sagen: Istanbul boomt! Sichtbarstes Kennzeichen: Straßenbauarbeiten selbst am Sonntag! Aber gab es das nicht auch in Berlin, damals, in den Neunzigern?! Und was ist draus geworden?

Sonntag, 25. September 2011


The fish restaurants below the Galata Bridge on the Golden Horn in Istanbul may look tempting and have great views, but they're expensive. If you love seafood and are poor like us, skip the fancy fish and go to the seafood market at the northeast corner of the Bridge.

A few stalls past the fish vendors, you'll find two cheap restaurants that serve only the fish from the market. The second of the two, Iskele Balik Evi (stall #11), fries the finest, freshest salt fish filet (dil baligi) I have ever tasted - and it only costs 7 Euros. If you go after 7:30pm, the staff may be able to find some (off-menu) wine for you, but only if the police aren't around.

Wo gibt es das noch, daß das reale Foto vom Essen besser aussieht als das auf der Karte?! Auch sonst ist alles richtig, was die Kollegin Taxi Gourmet auf englisch geschrieben hat - bis auf den Wein! Das hat sie sich ausgedacht. Ich meine, da würde doch keiner das Gesetz brechen und nach 19:30Uhr verbotene Getränke anbieten ...

Aber um ehrlich zu sein: Ein solches Angebot bestand wohl, nur haben wir es nicht in Anspruch genommen. Um die Zeit saßen wir nämlich immer schon im Teegarten bei unserer täglichen Wasserpfeife ...

Samstag, 24. September 2011


Hatte ich gestern noch behauptet, der größte Unterschied zu früher wäre der Verkehr in Istanbul, so muss ich mich heute bereits korrigieren. Der wirklich größte Unterschied ist der, daß es richtig schwierig geworden ist, an sein Bier zu kommen. (Leichter ist da schon RED BULL, was aber die eindeutig schlechtere Wahl ist!)

OK, Istanbul hatte nie DIE "Flaschenbierkultur", wie sie in Berlin existiert, und man bekommt auch immer noch sein Bier in den meisten Restaurants. Aber früher hat man es eben auch an jedem Imbiss und jedem Kiosk bekommen. Die Wahl fiel übrigens, ganz im Gegensatz zu Berlin, immer ganz leicht, denn es gibt nur ein Bier: EFES. (Genau genommen ist es gar kein Bier, da aus Reis gemacht.)

Es gibt ein paar Läden, in Berlin würde man sie SPÄTI nennen, die DAS türkische Bier eisgekühlt anbieten. Aber das war es dann auch schon. Ich habe meine Tagesration Bier immer im Mittelgang der Nordseite vom Erdgeschoss der Galatabrücke gekauft. Ein absoluter Geheimtipp! (Zum "Feierabend" habe ich mir auch schon mal ein 0,7 Liter Glas frisch gezapftes gegönnt. Prost!)

Kurz zusammengefasst lässt sich sagen: ALLAH ist groß, aber hat kein Bier.


If you're in Istanbul and low on energy, take a walk to Eminonu port, in the old city, on the European side, spend two Turkish lira (a little less than 1 Euro) and hop on a ferry to Asia. The journey over the beautiful Bosphorus Strait is worth the trip alone.

On the Asian side of Istanbul, in the Kadıköy neighborhood, you'll find very few English speakers and plenty of köfte sausage and döner kebab. I had a hard time choosing which döner to eat until I spotted this man making bread to order in the front of the Bereket Döner shop. I didn't realize that Bereket is a chain until after I'd eaten my dürum döner, but the bread - minutes out of the tandoori oven - was so perfect I didn't care.

Freitag, 23. September 2011


Only the strong can drive in Istanbul, and only the truly heroic can drive a taxi in Istanbul (especially since locals don't even tip cabbies here). But if I did drive a cab in this crazy-wonderful city, Balkan Lokantasi (see photos below) is where I'd make a pit stop for a snack.

The food at this self-service cafeteria, in the Sirkeci quarter near Istanbul's main train station, is cheap, simple and good - especially the eggplant dishes and the tomato rice. If you don't recognize any of the food on offer, the guys on staff are happy to explain what everything is - and if you're as nice to them as they are to you, they'll offer you a glass of Turkish black tea on the house. (Address: Hocapasa Mah. Hocapasa Sk. No 12 / Sirkeci, Istanbul).

Solche Kantinen, in denen man sich sein Essen vorher ansehen und notfalls per Fingerzeig bestellen kann, gibt es unzählige in Istanbul. Die Gerichte sind traditionell, schmackhaft und preiswert. Außerdem gibt es keine lange Wartezeiten; und man bekommt, was man bestellt. Alles ideale Voraussetzungen, um zum Lieblingslokal zu avancieren. Aber TaxiBerlin ist und bleibt TaxiBerlin und nicht TaksIstanbul, und der Grund ist, auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Der höllische Verkehr.

Donnerstag, 22. September 2011


Leider hatte ich keine Beruhigungstabletten in meine Reiseapotheke getan (Der ein oder andere erinnert sich: Ich nehme keine Medikamente!), und so musste ich durch, durch DIE definitive Hölle für ALLE Autofahrer (Foto oben) auf Erden: ISTANBUL.
Meine ganz persönliche Zwischenbilanz nach nur einem Tag in dieser Stadt: Der größte Unterschied zu früher ist der Verkehr, der vor zehn / fünfzehn Jahren noch eher Vorhölle als Hölle war.
Bleibt die Frage: Ist der Fish Kebab (Foto unten) in EMINÖNÜ wirklich den Ritt durch die Hölle wert?
Antwort: Eher nicht! ... Wenn, ja wenn da nicht die ganz spezielle Atmosphäre wäre von Bosporus ... Goldenes Horn ... Galatabrücke ...
PS: Bisher ist uns weder ein Schwabe zu Gesicht gekommen, noch wurde er sprachlich vernommen. Vermutlich ist ihm die Stadt doch zu crazy. Oder die sind wirklich alle in Berlin ...

Only the strong can drive in Istanbul. If you feel yourself falling in love with this electric city, I advise you to go behind the wheel before you commit to a long-term relationship. Only then will you experience the special hell of an Istanbul traffic jam, which goes beyond anything I´ve experienced from LA to Buenos Aires to Bangkok. Imagine ruthless, childish, self-absorbed drivers. Then imagine millions of them fighting for space on labyrinthine streets, and you have a sense of what I'm talking about.

If driving in Istanbul is hell, fish kebap on the Golden Horn, on the southwest side of the Galata Bridge, is closer to heaven. It's not the sandwich itself (fish grilled to order, onions and Turkish white bread) that's so great - it's the setting that makes it special. Cooks on the boats at Eminonu port make fish kebap to order, and most of their customers are workers or ferry boat passengers. Next to the fish kebap boats, vendors in traditional Ottoman costumes sell pickles and cabbage and glasses of spicy cabbage juice - don't miss them. Their stuff goes perfectly with fish kebap.

Mittwoch, 21. September 2011


Das ist nicht Schottland (Foto oben), das ist Bulgarien - allerdings ein Geheimtipp. Und damit dies auch noch möglichst lange so bleibt, wird er natürlich nicht verraten. Nur soviel: Man kommt sogar mit dem Auto hin, bulgarische Taxis und zwei Wohnmobile aus Polen (Die Polen wissen bekanntlich was gut ist!) haben es bereits vorgemacht - aber nur auf unbefestigten Wegen (Foto unten)! Die letzte Teil unseres Weg nach Istanbul, auf den wir uns jetzt machen, sieht hoffentlich anders aus - aber man weiß ja nie.

On the Black Sea coast, about 50 miles from the Turkish border, Bulgaria throws a furious amount of beauty at you, as if to say, 'You're a fool to leave.'

But then the road opens up again, and there's a taxi stand next to a path that leads who knows where, and you know it's time to move on.

Dienstag, 20. September 2011


Üblicherweise ist in Bulgarien der Grill (Skara) zusammen mit dem Bier (Biera) anzutreffen. In den letzten Jahren hat das mit dem Grillen aber enorm abgenommen, ähnlich übrigens den Quellen, die früher an jeder Ecke zur Erfrischung der Passanten sprudelten. Was das Wasser angeht, so ist es wohl durchaus noch vorhanden, es hat sich nur keiner drum gekümmert, daß es auch noch fließt. Warum es immer weniger Skara (Grill) gibt, kann ich nur vermuten. Entweder ist das Fleisch zu teuer oder dessen Qualität zu schlecht - oder beides. Die Alternative zum Fleisch ist bekanntlich der Salat (Salata). Den gibt es in Bulgarien immer und überall, neuerdings sogar den "Slawischen Salat" (Foto unten). Wichtig beim Salat ist, daß die Tomaten frisch aus dem Garten und die Paprika geschmort und geschält sind. Beim Bier (Biera - Foto oben) ist wiederum das Wasser entscheidend, das immer noch fließt, nur eben nicht zur Erfrischung an jeder Ecke. Aber dafür gibt es ja bekanntlich das Bier.

If you come to Bulgaria to eat, here are three things to keep in mind:

  1. Bulgarian beers - including this bottle of Burgasko in the first photo - are really good (clean, refreshing and straightforward). Probably because of the thousands of natural springs around the country.
  2. If you order a salad (salata), like the Slavic salad in the second photo, local tradition is to drink it with hard liquor, preferably some good rakia. A server who knows what's going on won't bring your second course until you've finished your shot.
  3. Not sure if this is always true, but on this trip, the food in the mountains was much tastier than it was in the tourist purgatory towns on the Black Sea. With the exception of tsa-tsa (a.k.a. European sprat or sprattus sprattus), even the seafood along the coast was disappointing. In the future, I would ask cab drivers for their restaurant recommendations.

Montag, 19. September 2011


Bulgarians were crazy about yogurt hundreds of years before Stamen Grigorov, a Bulgarian medical student, first examined the microflora in Bulgarian yogurt and discovered what is now known as Lactobacillus bulgaricus. Scientists who came after Grigorov hypothesized that regular consumption of yogurt (and the bulgaricus culture therein) was responsible for the long life-spans of Bulgarian peasants. It could be the bulgaricus - it could also be that the yogurt here (especially the buffalo milk kind) is so good it gives people reason to stick around.

Es soll Leute geben, ich gehöre Gott sei Dank nicht zu ihnen, die denken bei Bulgarischer Kultur sofort an "Bulgarian Psycho" - dabei weiß doch jedes Kind, daß es "American Psycho" heißen muss. Andererseits gibt es aber auch jede Menge Leute, die noch nie etwas vom Bacillus Bulgaricus gehört haben. Den gibt es wiederum wirklich! Über seinen Ursprung habe ich meine ganz eigene Theorie, die ich aber an dieser Stelle nicht preisgeben möchte, um nicht Gefahr zu laufen, eventuell selbst als "Bulgarian Psycho" abgestempelt zu werden. Fakt ist, daß der Bacillus Bulgaricus aus Milch Joghurt macht. Und das sogar aus Büffelmilch (siehe Foto oben) - allerdings nur bei entsprechender Beschallung. Besonders geeignet ist dafür die Musik meiner Bulgarischen Lieblingsrapper (höre Videoclip unten) - "Bulgarian Psycho"?

Sonntag, 18. September 2011


Daß Sosopol südlich von Burgas nach Nesebar eine weitere Vorhölle für Touristen sein würde, war zu erwarten gewesen. Aber daß wir auf dem Weg dahin auf großflächige Reklametafeln mit Glückwünschen zum einhundertsten Geburtstag des Genossen Todor Shiwkow stoßen würden, war dann doch eine kleine Überraschung. Anfangs dachte ich, daß die ganze Sache ein Witz ist, schließlich sind die Bulgaren bekannt für ihren Humor. Mittlerweile bin ich mir aber nicht mehr so sicher. Wahrscheinlich ist es doch Ernst gemeint. Komisch ist es auf jeden Fall - so oder so.

Todor Zhivkov, Bulgaria's Communist dictator for 35 years and Eastern Europe's last surviving Stalinist leader, died in 1998. If this billboard is for real, some Bulgarians seem to be in the mood to commemorate what would have been his 100th birthday. (Translation: 100th Birthday of Comrade Todor Zhivkov!)

Todor Zhivkov's ideology may have crashed and burned in Bulgaria, but communism's architectural legacy is everywhere, including the resort town of Burgas, where these high rises have a million-dollar view of the Black Sea.

Samstag, 17. September 2011


Peter Bonev is the Jimi Hendrix of Bulgarian bagpipe players (This video gives you some - but only some - sense of how great a musician this man is). We couldn't find him in Sofia, where he likes to play in the park near Sofia University, so we decided to drive to Nesebar - a tourist purgatory on the Black Sea coast where Mr. Bonev busks every summer. Our hope? To find him, to listen to him, and, most importantly, to invite him to Berlin to give a concert.

If you have any idea where Peter Bonev is and/or if you know how we can contact him, please leave a comment or send an email to And if you lead us to Peter, you'll win the Balkan Road Movie grand prize: a three-course meal (but not in Nesebar).

In Sofia, wo Peter Bonev gewöhnlich in dem kleinen Park zwischen Parlament und Universität spielt, waren wir zu früh. Nun, in Nesebar, wo er im Sommer immer seine legendäre Show (siehe Video) auf den Ruinen der Altstadt gibt, sind wir zu spät. Möglicherweise ist er uns sogar "On The Road" entgegengekommen - er auf seinem Weg zurück nach Sofia und wir auf unserem ans Schwarze Meer.

Wie immer dem auch sei, wir wissen es nicht. Was wir aber wissen ist, daß wir Peter Bonev, DEN bulgarischen Dudelsackspieler, nach Berlin einladen möchten, damit DAS Konzert, das 1997 nicht zustande kam, endlich stattfindet. Und dafür bitten wir um eure Mithilfe: Wer als erste/r erfolgreich einen Kontakt zu Peter Bonev herstellen kann, wird von uns zu einem ein Drei Gänge Menü eingeladen. Es gibt nur eine Bedingung: Nicht in Nesebar!

Freitag, 16. September 2011


This mid-18th century windmill marks the entrance to the 'city-museum' of Nesebar, once a Greek/Roman/Byzantine fortress, now a UN World Heritage city cum resort town on the west coast of the Black Sea.

If you go to Nesebar and want to save yourself from buying a stupid souvenir, stop by any of the overpriced restaurants and order a plate of fried sprattus sprattus (tsa-tsa in Bulgarian).

At 4 leva (2 Euros) a plate, fresh sprattus sprattus (a relative of herring, also known as European sprat) is usually the cheapest fish on the menu. Try them with a glass of Tuborg (a clean-tasting Danish beer that's justifiably popular in Bulgaria), and you have a perfect Black Sea snack.

bulgarisch: Цаца / lateinisch: Sprattus Sprattus / deutsch: Sprotten / englisch: Sprat

Wenn es eine Hölle für Touristen geben sollte, dann ist die Altstadt von Nesebar am Schwarzen Meer definitiv die Vorhölle. Wir wären auch niemals hergekommen, wenn wir nicht Peter Bonev, DEN bulgarischen Dudelsackspieler, hier vermutet hätten, der aber leider schon auf seinen Weg zurück nach Sofia ist.

So bleibt uns nichts weiter übrig, als die Zeit zum Wäsche waschen zu nutzen und die hiesigen Spezialitäten zu verkosten. Der Geschmack der angeboten Speisen ist, ohne zu übertreiben, der einer Vorhölle entsprechend und kein Vergleich zum Landesinneren. Einzig die allseits angeboten frittierten Sprotten sind zu empfehlen. Frisch aus dem Meer, leicht paniert, rein ins heiße Öl und frisch auf den Tisch - einfach lecker!

Donnerstag, 15. September 2011


Irgendwo zwischen Ajtos und Aheloj / bei Burgas / Südostbulgarien

Ich bin ja von Berlin Wachtürme gewöhnt, und allzu gerne hätte ich diesen (Foto unten) für die Suche nach dem Tier auf dem Schild am Ortseingang (Foto oben) in Anspruch genommen. Beim Näherkommen verbot sich das aber, denn bei diesem Wachturm handelt es sich um das Minarett der Moschee nebenan und signalisiert uns, wie nah wir der Türkei und unserem Ziel Istanbul sind.

PS: Wer uns sagen kann, um was für ein Tier es sich auf dem Verkehrsschild handelt, gewinnt einen Trostpreis. Demnächst gibt es auch etwas richtig Großes zu gewinnen - also dranbleiben!

Somewhere between Ajtos and Aheloj, in south-eastern Bulgaria, I spotted what looked at first glance like a Balkan watch tower (second photo). Upon closer inspection, I realized I wasn't in Berlin anymore: this isn't a watch tower, it's a minaret.

Less than a hundred miles from the Turkish border, you can also find strange animals that run into the road (first photo). Whoever can tell us the name of the animal on this sign will win a small prize.

Mittwoch, 14. September 2011


Vielen wissen gar nicht, daß der Reichstagsverhüller Christo ursprünglich aus Bulgarien kommt. Wir wissen sogar, warum er damals seine Heimatstadt Gabrovo verlassen hat.

PS: Gabrovo ist das Schottland Bulgariens und es gibt viele Witze über den Geiz der Gabrovoer. Mein Lieblingswitz, in dem natürlich ein Taxi vorkommt, ist folgender: Ein Sohn aus Gabrovo geht zum Studieren nach Sofia. Eines Tages kommt ihn sein Vater in der Hauptstadt besuchen. Der Sohn verkündet ihm voller Stolz: "Vater, heute habe ich einen Lev (etwa Fünfzig Cent) gespart! Ich bin zu Universität hinter einer Straßenbahn hergelaufen." Daraufhin der Vater: "Warum bist du nicht hinter einem Taxi hergelaufen, dann hättest du fünf Leva (etwa Zwei Euro Fünfzig) gespart?!"

Leaving Gabrovo / Central Balkan / Bulgaria

Passing through Gabrovo, Bulgaria, yesterday, I could understand why the artist Christo, who, along with his wife Jean-Claude, became famous for wrapping the Reichstag in Berlin, once said that "it takes much greater courage to create things to be gone than to create things that will remain." Christo was born in Gabrovo, and, after a quick look around the sad, quiet town, I could also understand why he left.

Dienstag, 13. September 2011


Boulevard Patriarch Evtimij / Sofia / Bulgarien

Bulgarien ist ein kleines Land mit etwa acht Millionen Einwohnern, von denen offiziell eine Million (inoffiziell dürften es knapp zwei Millionen sein) in der Hauptstadt Sofia leben. Und obwohl das Land so klein ist (es hat ungefähr die Größe der ehemaligen DDR) haben sich die Bulgaren ihre Besonderheiten erhalten, mit denen sie ihre Besucher immer wieder aufs neue überraschen: Nicken ist Nein, Kopf schütteln heißt Ja, und TAXI wird ТАКСИ geschrieben.

It was at a bus stop, not a taxi stand, where we ate our best breakfast in Sofia: home-style banitsa (filo pastry with cheese, rolled into a spiral) and kifla (similar to challah) filled with chocolate.

If you want to taste these goodies yourself, take the #64 bus from the Sofia Hygiene Center to Villa Boyana. You'll find the bakery at Ivanitza Danchev 14, one stop after the sign for Boyana Church.

Montag, 12. September 2011


Lewski Denkmal / Sofia / Bulgarien

Wassil Lewski war neben Aleko Konstantinow bereits einer meiner bulgarischen Helden, bevor er 2007 in einer Fernsehumfrage zum "Größten Bulgaren Aller Zeiten" gewählt wurde. Der Ort, an dem er 1873 von den Türken gehängt wurde, befand sich seinerzeit außerhalb der Stadt. Heute ist es ein nahezu zentraler Platz im Zentrum von Sofia, den jeder Taxifahrer kennen sollte.

After 500 years under the rule of the Ottoman Empire, Bulgaria won its independence in 1878 (thanks in large part to the efforts of revolutionaries like Wassil Lewski, who was executed by Ottoman rulers five years before Bulgarian liberation war, in Sofia, at the spot you see in the first photo on this post).

More than a hundred years after liberation from the Ottoman Empire, there is still some residual bitterness toward the Turks among the Bulgarian people. But, interestingly, a lot of Bulgarian food seems to celebrate the Turkish influence. This baklava, which we found on Graf Ignatiev Street across from the Sweti Sedmotschislenizi Church in the center of Sofia, is a case in point - light on cinnamon and heavy on high-quality walnuts, it was leagues better than most of the Turkish baklava I've tasted in Berlin.

Sonntag, 11. September 2011


Irgendwo in Bulgarien

In Bulgarien ist es total wichtig, wenn man die Wohnung verlässt, die richtigen Klamotten zu tragen, insbesondere wenn Besuch vor der Tür steht. Der Schäfer geht mit gutem Beispiel voran - bei ihm sind selbst die Farben seiner Jacke auf den Gast aus Deutschland abgestimmt.

Sheep don't take over the road every day in Bulgaria, but if you come here any time during tomato season, you will eat some version of tomato and cucumber salad every single day - and you will like it.

Vegetables here look like they're in technicolor and taste like they come straight from the garden - every time I taste a tomato or a cucumber in this country, I feel like Dorothy arriving in Oz from black-and-white Kansas.

Samstag, 10. September 2011


Montana / Bulgarien

Während TaxiBerlin noch überlegt, ob er vielleicht besser in Montana Taxi fährt, hat Taxi Gourmet bereits ein hiesiges Moussaka verzehrt, das sich allerdings etwas von dem, wie sie es bisher kannte, unterscheidet:

You can find moussaka at every workers´cantina in Bulgaria. But unlike the Greek version that most of us are familiar with, Bulgarian (and Serbian) moussaka is made with potatoes. Here´s a recipe if you want to give it a go.

Freitag, 9. September 2011


Irgendwo in Bulgarien

An einem geheimen Ort in Nordwestbulgarien wird immer Donnerstags ab 17 Uhr aus einem solchen Kleintransporter heraus selbstgemachter Schafkäse für kleines Geld verkauft. Den gemeinen Bulgaren stört dabei weder, daß der Käse aus Kuhmilch gemacht wurde, noch daß keine Steuern gezahlt werden, geschweige denn daß kein Veterinär drauf geschaut hat. Die Leute hier sind eher praktisch veranlagt: Hauptsache es schmeckt!

Every Thursday, starting at 5pm, somewhere at a secret location in northwest Bulgaria, the pretty cheese lady pulls into town and sells raw sheeps and cowsmilk cheese from the back of her truck. Since she doesn´t pay taxes or pasteurize her milk, she wouldn´t let us take her picture. But she did give us a free bottle of milk to go with her (sharp, salty, straight-from-the-village, 3-Euros-per-kilo) cheese.

Donnerstag, 8. September 2011


Immer wieder witzig: TAKSITATA - Bulgarisch für DIE TAXIS (Mehrzahl mit Artikel).

Ever since the fall of communism, it´s gotten more and more difficult to find real banitsa (filo pastry filled with sheepsmilk cheese, similar to Turkish borek) in Bulgaria. But Daisy Bakery (Boulevard Christo Botev 36) in Vratsa (a town of 80,000 in northwest Bulgaria) still makes it fresh every morning.

If you want to go really local, try banitsa with boza (fermented millet). If you want to go sort of local, try it with ayran (lightly salted plain yogurt). Either way, it´s a perfect savory breakfast.

Mittwoch, 7. September 2011


Kurz hinter der ungarischen Grenze und 46 km vor Timisoara

Kürzeste Strecke durch Rumänien bedeutet nicht nur keine Autobahn, sondern auch nicht enden wollende Dörfer, zwischen denen man es gerade so schafft, mal in den fünften Gang hochzuschalten. Gottlob, wenn man irgendwann an der Donaufähre ankommt ...

Gottlob (praise God), they have grapes! I don´t know how the wine from Recas (in Western Romania) tastes, but red Hamburg grapes, for sale on the side of the road at the entrance to town, are the best I´ve ever tasted. One step away from wine for a little more than one Euro a kilo.

Dienstag, 6. September 2011


Mako / Südungarn / kurz vor Rumänien

Keine Angst, Leute! Das ist nicht das Ende der Welt. Es ist nur das Anfang vom Ende, will sagen: Der Anfang vom Balkan!

After seeing this sign on the Hungarian highway, all I could do was anticipate the taste of Hungarian ghoulash and the loads of paprika that comes with it.

What a surprise to discover that most Hungarians only sprinkle a pinch of paprika on top of their ghoulash - at least this is the way they do it in the sad restaurant in downtown Mako - on the Hungarian-Romanian border - where you probably don´t want to eat.