Sonntag, 16. September 2012

RAINA VELITSCHKA MERCHANDISING


Standardmodell "Raina Velitschka"

Es hat nicht lange gedauert, da ist der erste bulgarische Geschäftsmann, der über mich in der Zeitung gelesen hatte, an mich herangetreten. Er hat die geniale Idee, Raina Velitschka in Gips zu gießen, bunt anzumalen und an Touristen zu verkaufen. Bevor es losgeht, habe ich mir natürlich die Rechte an dem "Eselgartenzwerg", wie er offiziell heißt, gesichert, welches für mich übrigens Null Risiko bedeutet. Dafür bekomme ich allerdings nur zehn Prozent vom Verkaufserlös. Das sind beim Standardmodell, welches für 22,10 bulgarische Leva über den Ladentisch geht, gut zwei Leva. Abzüglich der im Lande fälligen zwanzig prozentigen Mehrwertsteuer fällt für mich pro Stück immerhin ein ganzer Euro ab. Bei Tausend verkauften Standardmodellen sind das Tausend Euro, bei Zehntausend - Zehntausend Euro, bei Einhundertausend - Einhunderttausend Euro und immer so weiter ...

Das Angebot richtet sich insbesondere an deutsche Touristen, denen ein solches Schmuckstück noch in ihrem heimischen Schrebergarten fehlt. Der offizielle Verkauf vom "Eselgartenzwerg" beginnt am morgigen Montag Europaweit. Heute gab es einen Vorverkauf auf dem Frauenbasar in Sofia, der unsere Erwartungen bereits übertraf. Sollte es weiterhin so gut laufen, im September kommen bekanntlich die ärmsten aber auch die verrücktesten Touristen ins Land, gibt es bereits Überlegungen, neben dem Standardmodell weitere Versionen von Raina Velitschka in Produktion zu geben. Welche neuen Modelle folgen könnten, darüber soll, so die Vereinbarung mit dem bulgarischen Geschäftsmann, zumindest vorerst noch stillschweigen herrschen.

PS: Interessenten können den "Eselgartenzwerg" übrigens direkt unter balkanroadmovie@gmail.com zum Einkaufspreis plus Porto bestellen.

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